Aufruf
Die Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht beteiligt sich am kommenden Sonnabend in Königs Wusterhausen an der Demonstration gegen einen Naziaufmarsch, den rechtsextreme Kameradschaften planen. Die Neonazis mobilisieren sich bundesweit via Internet und fordern ein sogenanntes nationales Jugendzentrum. Zossen zeigt Gesicht ruft alle demokratischen Parteien, Initiativen, Vereine und Gemeinschaften in der Großgemeinde Zossen auf, sich am Widerstand gegen die Nazi-Demonstration zu beteiligen. „Wir unterstützen damit auch das Königs-Wusterhausener Bündnis gegen Rechts und wollen gemeinsam verhindern, dass die Stadt ein neuer Aufmarschort der Rechten wird“, so BI-Sprecher Jörg Wanke. Unter dem Motto „Königs Wusterhausen duldet keine braunen Stiefel!“ startet am 5. Dezember um 11 Uhr die Gegendemonstration in der Karl-Marx-Straße (vor dem Hauptamt in Richtung Fontaneplatz). Auf dem Fontaneplatz beginnt zur gleichen Zeit ein multikultureller Weihnachtsmarkt mit Infoständen. Ihre Beteiligung zugesagt haben inzwischen mehrere Landes- und Europaabgeordnete wie Elisabeth Schroedter (Grüne), Klaus Ness (SPD) und Stefan Ludwig (Linke), der ehemalige Bürgermeister von Königs Wusterhausen.
„Zossen zeigt Gesicht“ nun Mitglied im landesweiten Aktionsbündnis
Die Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht ist am Dienstag in Potsdam in das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit aufgenommen worden, heißt es in einer Pressemitteilung der noch jungen Zossener Gruppierung gegen rechts und für Demokratie. Das landesweite Aktionsbündnis hat das Ziel, die Gesellschaft gegen fremdenfeindliche Einstellungen und Gewalt zu mobilisieren. Der Grundkonsens des Aktionsbündnisses basiert auf zwei Fundamenten: Menschenwürde und Demokratie. Ihm gehören mittlerweile 65 Verbände, Bürgerinitiativen und Persönlichkeiten des Landes Brandenburg an. Seit April 2008 ist Heilgard Asmus, Generalsuperintendentin des Sprengels Cottbus und Vertreterin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Vorsitzende des Aktionsbündnisses. Auf der jüngsten Vollversammlung des Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit wurden auch Fragen des Flüchtlingsschutzes diskutiert. Angesichts der zum Jahresende auslaufenden Bleiberechtsregelung wandten sich die Vertreter der Mitgliedsorganisationen in einem einstimmig verabschiedeten Appell an die Landesregierung: „Wir fordern die Landesregierung auf, alles zu tun, um die bestehende Bleiberechtsregelung zu verlängern. Wir erwarten, dass die Stichtagsregelung aufgehoben wird. Wir bitten die Landesregierung, ein deutliches Zeichen für die Menschen zu setzen, die in unserem Land Schutz suchen.“
www.aktionsbuendnis.brandenburg.de









