Zeit-online: “Erfolg ist, den Nazis den Boden zu entziehen”
Brandstiftung, Wahlergebnisse oder Aufmärsche – Rechtsextremismus zeigt sich in vielen Formen. Ob er sich verdrängen lässt, hängt von vielen Faktoren ab.
Als die Feuerwehr in Zossen eintraf, schlugen die Flammen schon über das Dach. Die Baracke neben der alten Platane war nicht zu retten, am Morgen des 23. Januar 2010 beschien die Wintersonne über der brandenburgischen Kleinstadt nur noch verkohlte Trümmer. Zerstört waren nicht nur der frisch verlegte Boden und die neu eingebaute Heizung, sondern auch der Plan der Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht, ein Haus der Demokratie zu eröffnen. Die Zossener Nazis hatten ihr Ziel erreicht: Ein Begegnungszentrum für Demokraten würde es hier vorerst nicht geben.
Neonazis stellen Geschichte auf den Kopf
Gestern haben mehrere Mitglieder der Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht in Königs Wusterhausen vor Ort gegen eine Kundgebung von Neonazis protestiert.
Schon die Transparente ließen erkennen, worum es bei der
Kundgebung, die unter dem Motto “BRD heiß Kapitulation – Ruhm und Ehre der deutschen Nation” angemeldet war, ging: um die Verherrlichung des Naziregimes und um Geschichtsfälschung. Doch das Konzept der Neonazis, Propagandabilder und – töne zu erzeugen, ging nicht auf. Zu laut, zu bunt und zu entschlossen war der Protest der Antifaschisten.





